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US vs. China – und Europa/Deutschland in der Mitte?

Wohl kaum ein außenwirtschaftliches Thema wurde im letzten Jahr so hitzig diskutiert wie die Handelskonflikte zwischen den USA und Europa sowie zwischen den USA und China.

Um letzteren ging es in einer spannenden Diskussionsrunde, die unter dem Titel „What impact will the US sanctions against China have on European businesses? Can Europe stay neutral?“ am 15. Oktober via Zoom ausgerichtet wurde – als Kooperation zwischen dem AmerikaHaus NRW e.V., der AmCham Germany und der Kanzlei Andersen. 

Unter der kundigen Moderation von Dr. Hermann Knott – seines Zeichens Partner bei Andersen in Köln und aktives Mitglied in beiden Vereinen (AmerikaHaus NRW und AmCham Germany) – diskutierte eine Expertenrunde ‚aus der ganzen Welt‘: Neben Barbara D. Linney (Partner, BakerHostetler) und Brian J. Egan (Partner, Steptoe & Johnson LLP) aus Washington, DC war auch Mike Hofmann (Managing Director, Melchers (China) Ltd.) aus Peking zugeschaltet. Während im ersten Teil der sechzigminütigen Diskussion verschiedene Sanktionsformen und ihre jeweiligen Auswirkungen vor allem auf deutsche Firmen vorgestellt wurden (Stichworte: klassische Sanktionen, Exportkontrolle, Importbeschränkungen) , ging es später auch um konkrete Beispiele wie das geplante US-Verbot der App „Tik Tok“ oder den Druck der US-Regierung in Bezug auf Kooperationen mit dem chinesischen Telekommunikationsunternehmen Huawei.

Konsens der Runde dabei: Insbesondere im Fall Huawei sei Deutschland politisch wie wirtschaftlich gefangen im Konflikt zwischen den USA und China – was sich auch in der Lage deutscher Unternehmen in China widerspiegele. So zeige eine jüngste Erhebung der deutschen Außenhandelskammer in China, dass fast 80 % der deutschen Unternehmen in China indirekte oder direkte Auswirkungen des US-chinesischen Handelskonflikts hätten, was verschieden starke Anpassungen des Gesamtgeschäfts erfordere – bis hin zu Produktveränderungen oder gar Produktionsstandorts-Verlegungen.

Klar ist auch: das Thema wird uns weiter beschäftigen. Wir freuen uns darauf, den Dialog fortzusetzen und danken allen Beteiligten sowie allen Zuschauerinnen und Zuschauern für die spannende Diskussion!

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