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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in diesem Jahr steht aus amerikanischer Perspektive alles unter dem Stern des Präsidentschaft-Wahlkampfes 2012. Am 6. November 2012 wird ein neuer oder alter Präsident gewählt. Parallel dazu finden Kongresswahlen statt, bei denen die Republikaner hoffen, neben dem Senat auch die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erhalten. Währenddessen läuft der Vorwahlkampf der Republikaner auf Hochtouren: der swing state Florida hat soeben gewählt und sich mit großer Mehrheit für Mitt Romney (46 %) ausgesprochen. Dieser Sieg ist wichtig im Vorwahlkampf der Republikaner, weil aus den in drei Staaten abgehaltenen Vorwahlen bisher drei unterschiedliche Sieger hervorgegangen sind. Der Sieg für Mitt Romney in Florida bedeutet aber keineswegs, dass seine Mitstreiter Newt Gingrich und Rick Santorum das Handtuch werfen. Es liegen noch 46 US-Bundesstaaten vor den republikanischen Kandidaten. Es kann sich also noch einiges tun, auch wenn Mitt Romney über die größte Wahlkampfkasse verfügt.
Auch Reymer Klüver, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in den USA, der in diesem Newsletter einen Beitrag schreibt, ist der Auffassung, dass noch vieles offen ist in diesem Präsidentschaftswahlkampf 2012. Klüver erklärt, warum Barack Obama es schwer fallen wird, die Amerikaner davon zu überzeugen, dass er eine zweite Chance bekommen soll.
Präsident Obama hat zuletzt in der Rede zur Lage der Nation, der dritten seiner Amtszeit, seine Erfolge der vergangenen vier Jahre hervorgehoben und versucht, die Amerikaner darauf einzuschwören, dass die derzeitigen Herausforderungen wie Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung in den Griff zu kriegen sind. „We can do this“, hob er in seiner von Innenpolitik geprägten Rede hervor und warb zugleich für mehr soziale Gerechtigkeit und die Notwendigkeit, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
Wir werden uns auch in den kommenden Wochen den transatlantischen Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur widmen und interessante Redner als Gäste im Amerika Haus e.V. NRW begrüßen. Im Anschluss finden Sie einen Überblick über unsere nächsten Veranstaltungen, darunter ein Vortrag von Dr. Christoph von Marschall zum Wahljahr 2012, eine Lesung mit anschließender Diskussion zur Tea Party sowie ein Vortrag zur derzeitigen amerikanischen Wirtschafts- und Finanzpolitik mit Dr. Stormy Mildner, die zuletzt Visiting Fellow der Transatlantic Academy des German Marshall Funds in Washington D.C. war.
Viele unserer Veranstaltungen sind schon nach kürzester Zeit ausgebucht. Werden Sie daher Freundeskreismitglied! Sie erhalten Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen und genießen Priorität bei der Anmeldung.
Zum Vertiefen aktueller transatlantischer Themen wie der neuen US-Sicherheitsstrategie, der Bonität von Euroland und den USA oder der Rolle Amerikas in der Welt finden Sie unten Texte zum Weiterlesen.
Wir würden uns sehr freuen, Sie bei dem einen oder anderen Event begrüßen zu dürfen.
Ihre Tina Höfinghoff
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Beitrag: Reymer Klüver, seit 2005 Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in den USA. Klüver ist Autor mehrerer Bücher und Träger des Medienpreises Entwicklungspolitik.
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Rückblick: Lesen Sie im Rückblick eine Zusammenfassung der Veranstaltungen, indem Sie auf das jeweilige Foto klicken.
Zum Weiterlesen und Vertiefen aktueller transatlantischer Themen empfehlen wir folgende Texte:
Politik & Wahlkampf:
Zbigniew Brzezinski, „After America“ (Foreign Affairs, Januar/Februar 2012)
Thomas Kleine-Brockhoff & Hanns W. Maull, "The Limits of German Power" (German Marshall Fund of the United States, Februar 2012)
Walter Russell Mead, “The Tea Party and American Foreign Policy” (Foreign Affairs, March/April 2011)
Matthias Rüb, „Vorwahlkampf der Republikaner: Partei ohne Schwergewichte“ (FAZ, 08.01.2012)
Sicherheitspolitische Themen:
Seth G. Jones, “Al Qaeda in Iran” (Foreign Affairs, 29.01.2012)
Matthias Naß, „Mach’s gut, Europa!“ (Die Zeit, 19.01.2012)
Barack Obama, Remarks by the President on the Defense Strategic Review (Pentagon, 05.01.2012)
Johannes Thimm, “Die Mär vom Rückzug aus der amerikanischen Führungsrolle” (Stiftung Wissenschaft und Politik, ‚Kurz gesagt‘, 07.01.2012)
Mark Landler, “Face-Off with Iran complicates Obama’s Reelection Campaign” (New York Times, 16. Januar 2012)
Patrick Welter, „Amerikas Verteidigungsindustrie ist in Alarmbereitschaft“ (FAZ, 16.01.2012)
Wirtschaft:
Lori Montgomery, „Running in the Red: How the U.S., on the road to surplus, detoured to massive debt” (Washington Post, 01.05.2011)
Gareth Harding, “The Myth of Europe”, Foreign Policy (Januar/Februar 2012)
Rating Grafik, “Die Bonität von Euroland und den USA“ (Financial Times Deutschland, 13.01.2012)
Christoph von Marschall, „Euro vs. Dollar – Amerikas Krise ist die größere Gefahr“ (Cicero, 10.11.2011)
Kultur:
Michiku Kakutani, „Book of the Times - ‘The Real Romney’“ (New York Times, 16.12.2012)
Christoph von Marschall, “Die spinnen die Amis” (Tagesspiegel, 08.01.2012)
Thomas E. Schmidt, “Der Film ‘J. Edgar‘ – Die Paranoia beginnt” (Die Zeit, 12.01.2012)
Impressum
Text: Amerika Haus e.V. NRW Redaktion: Tina Höfinghoff
Gestaltung: Stockheim Media GmbH
Fotos: Archiv Amerika Haus e.V. NRW
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