Termine
März 2012
07.03.2012 () · Köln · Haus der Fritz Thyssen Stiftung
Vortrag & Diskussion
Köln: »Strategic Changes and Challenges in the Middle East«
Der Amerika Haus NRW e.V. freute sich in Kooperation mit dem US-Generalkonsulat Düsseldorf am Abend des 07. März 2012 John P. Abizaid, General a. D., zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion und Fragerunde in den Räumlichkeiten der Fritz Thyssen Stiftung in Köln begrüßen zu dürfen.
Der Vier-Sterne-General John P. Abizaid war von 2003 bis 2007 der längst amtierende Kommandeur des United States Central Command. Er war verantwortlich für Militäroperationen in 27 Ländern im Nahen Osten, Zentralasien und dem Horn von Afrika, darunter mit Stationen in Afghanistan, Irak und dem Libanon. General a. D. Abizaid hat an der Universität von Jordanien in Amman studiert und besitzt einen Master in Middle Eastern Studies der Harvard University.
Vor diesem Hintergrund erwarteten die zahlreich erschienenen Gäste mit Spannung General a. D. Abizaids Einschätzungen zur Lage und den Herausforderungen im Nahen Osten, welche sogleich nach der Begrüßung durch die US-Generalkonsulin Janice G. Weiner sowie durch Dr. Juliane Kronen, Vorstandsmitglied Amerika Haus e.V. NRW, mit fundiertem Fachwissen erfolgte.
Einleitend und im folgenden Vortrag immer wieder betonend hob General a. D. Abizaid hervor, dass es sich bei der Beschreibung der Lage im Nahen Osten zwar um ein sehr sensibles Thema handele, gleichsam aber ein dringender Redebedarf darüber bestehe. Denn es sei essentiell, die regionalen Verhältnisse vor Ort bestmöglich zu verstehen, um das weitere internationale Vorgehen zufriedenstellend für alle Seiten zu gestalten.
Was also die „Strategic Changes in the Middle East“ anbelangt, plädierte General a. D. Abizaid für besondere Sorgfalt bei der Formulierung von Einschätzungen über die dort vorzufindende Lage, welche als Grundlage für das weitere internationale Vorgehen dienen sollte.
Denn entgegen der medialen Berichterstattung könnten die Gesellschaften in Ländern wie Syrien, Iran oder Afghanistan nicht einfach in ‚Gut und Böse‘ unterschieden werden. Die zum Teil dynamischen, zivilen Potentiale des „Arabischen Frühling“ hätten erkennen lassen, dass sich interner Widerstand gegen politische, wirtschaftliche und kulturelle Missstände in den Ländern selbst mobilisiert. Dieser Prozess bleibe noch immer ein „work in progress“, der kurzfristig keine einschneidenden Fortschritte in der politischen Stabilisierung der entsprechenden Länder bewirke.
General a. D. Abizaid benannte vier Kategorien von Herausforderungen, challenges, welche aufgrund ihres Konfliktpotentials die strategischen Sicherheitsinteressen der USA als auch der internationalen Gemeinschaft betreffen und somit das außenpolitische Engagement in diesen Krisengebieten des Nahen Osten begründen würden:
1. Zwar stünden dem Aufkommen neuer radikal islamischer Fundamentalisten die revolutionären Bewegungen des ‚Arabischen Frühling‘ gegenüber und die Mehrheit der zivilen Bevölkerung lehne die religiös ideologische Ausrichtung ihrer politischen Führungskräfte ab. Dies dürfe nicht außer Acht gelassen werden und gäbe Grund zur Hoffnung auf stabilere Verhältnisse in den entsprechenden Regionen. Fraglich sei jedoch, wie lange die moderaten Gruppierungen bereit und in der Lage seien, den fundamentalistischen Strömungen bzw. totalitären Regimen Widerstand zu leisten. In der Unterstützung eben dieser moderaten und zivilen Bewegungen sieht General a. D. Abizaid die Möglichkeit auf Erfolg in den Bestrebungen, eine Stabilisierung der Region zu erwirken.
2. Eine weitere Bedrohung für die Stabilität im Nahen Osten sieht General a. D. Abizaid in der aggressiven Außenpolitik des Iran begründet. Er könne sich nichts Schlimmeres vorstellen als eine nukleare Waffe in den Händen des Iran. Doch sei die Lage keinesfalls so hoffnungslos, wie durch die mediale Berichterstattung dargestellt, denn die iranische Bevölkerung könne keinesfalls als eine Gesellschaft von „Selbstmördern“ charakterisiert werden, sondern warte vielmehr auf die Chance, das gegenwärtig totalitäre Regime zu überwinden. Entsprechend heiße es für die internationale Gemeinschaft auch hier, die moderaten Strömungen durch nachhaltige Konzepte zu stärken.
3. Als besonders schwierig erachtet General a. D. Abizaid die Lage im Nahost-Konflikt. Letztendlich würden beide Parteien, Israel und Palästina, nach Lösungen für ein besseres Leben streben, doch seien die Fronten nach all den Jahren so verhärtet, dass die Menschen vor Ort an ihre Grenzen und in den Extremismus getrieben würden. General a. D. Abizaid appellierte daher für eine Verdoppelung der internationalen Anstrengungen, um auch hier zu einer zivilen Lösung des Konflikts beizutragen.
4. Zuletzt könne nicht darüber hinweggesehen werden, so General a. D. Abizaid, dass die USA aus rein „realpolitischen“ Überlegungen danach streben würden, die Stabilität im Nahen Osten herzustellen: Zu abhängig sei die amerikanische Wirtschaft vom Import des Öls aus der Region.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, schlug General a. D. Abizaid eine Strategie der Nachhaltigkeit vor. Dabei sei vor allem von Bedeutung, ein gegenseitiges Verständnis füreinander aufzubringen. Der Diplomatie sollte somit höchste Priorität zukommen und militärische Interventionen als letzte Konsequenz möglichst lange hinausgezögert werden.
Die Sicherheitslage im Nahen Osten sei unberechenbar. Deshalb liege es im Interesse der internationalen Staatengemeinschaft, einen gewissen Grad an Stabilität in dieser Region zu erreichen. Um diese zu erreichen, müssten eben alle Handlungsoptionen berücksichtigt werden. Da gerade nicht-militärische Ansätze Zeit bräuchten, um ihre Wirkung in einer komplexen Welt zu entfalten, müsse man sich in Geduld üben.
Die Menschen im Nahen Osten hätten bereits zu lange gekämpft; sie verdienten eine Pause, die Chance auf ein besseres Leben sowie auf die selbstständige Gestaltung ihres eigenen Schicksals. Sie auf den richtigen Weg zu bringen, sei das außenpolitische Ziel der USA, so General a. D. Abizaid. Dies zu verwirklichen erfordere nachhaltige Strategien und dazu würden neben diplomatischen und zivilen Ansätzen auch Geduld und Durchhaltevermögen zählen.
Mit Blick auf die amerikanisch-deutschen Beziehungen verwies General a. D. Abizaid auf das gemeinsame Erbe von US-Amerikanern und Europäern, welches es für die transatlantischen Bündnispartner durch den gemeinsamen Einsatz im Nahen Osten zu verteidigen gelte, denn: „It is worth fighting for!“
Im Anschluss an diese Einschätzungen General a. D. Abizaids eröffnete Moderatorin Ute Lange (Women In International Security, WIIS) eine Diskussionsrunde, in welcher die US-amerikanische Perspektive auf die deutsche, vertreten durch Egon Ramms, General a. D. und ehemaliger ISAF-Befehlshaber, traf. Dabei unterstützte General Ramms die Forderung seines amerikanischen Gesprächspartners nach nachhaltigen und auf Diplomatie ausgerichteten Ansätzen. Gemeinsam erläuterten die beiden Generäle a. D. besonders die Bedeutung innenpolitischer Wahlkampfstrategien für die Gestaltung der Außenpolitik sowie die Rolle der Türkei im Nahen Osten. Anschließend stellten sich beide Diskussionsteilnehmer den Fragen des Publikums.
Zusammenfassung: Svea Burmester, Amerika Haus e.V. NRW
Moderation: Ute Lange, "Women In International Security" (WIIS)
Gesprächspartner war Egon Ramms, General a. D. und ehemaliger ISAF-Befehlshaber.

Begrüßung durch US-Generalkonsulin Janice G. Weiner.
Weiterführende Links:
General a. D. Abizaid im Gespräch mit Dirk Müller, Deutschlandfunk.
Amerika Haus e.V. NRW
Telefon: 0221 – 169 26 350 │ Fax: 0221 – 169 26 308
E-Mail: info@amerikahaus-nrw.de │ www.amerikahaus-nrw.de
Mit freundlicher Unterstützung durch die US-Botschaft in Berlin und das US-Generalkonsulat Düsseldorf

John P. Abizaid, General a. D., Vortrag & Diskussion, 07. März 2012 in Köln
11.03.2012 () · Bergisch Gladbach · Schlosshotel Lerbach
Konzert
Bergisch Gladbach: »The Transatlantic Jazz Connection«
mit dem Gloria Cooper Quintett - »The Great American Songbook«Der Freundeskreis des Amerika Haus NRW e.V. lud in Kooperation mit dem Schlosshotel Lerbach herzlich ein zur Transatlantic Jazz Connection: Gloria Cooper (piano) | Marcel Wasserfuhr (drums) | Klaus Osterloh (trumpet) | Heiner Wiberny (alto saxophone and clarinet) | Jochen Schaal (bass)
Das Quintett der Sängerin und Pianistin Gloria Cooper spielte eine Auswahl von Stücken des "Great American Songbooks", welche hierfür von dem New Yorker Trompeter Don Sickler arrangiert wurden.
Gloria Cooper ist promoviert in Musikwissenschaften und Pädagogik und eine sehr erfahrene Jazzsängerin und Pianistin. Eine Vollblutsängerin, deren Stimme und Klavierspiel swingen und begeistern. Der Schlagzeuger Marcel Wasserfuhr, der von 1999 bis 2000 an der Long Island University in New York City studierte und dort mit Gloria Cooper erste Gigs spielte, initiierte The Transatlantic Jazz Connection.


13.03.2012 () · Köln · Universität zu Köln
Vortrag & Diskussion
Köln: »The role of German legal scholarship in the turn to history in late nineteenth-century American Legal thought«
In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Amerikansichen Juristen-Vereinigung e.V. lud der Amerika Haus e.V. NRW herzlich zu einem Vortrag und anschließender Diskussion mit Professor David M. Rabban ein.
Moderation: Professor Dr. Hans-Peter Haferkamp
Institut für Neuere Privatrechtsgeschichte und Deutsche Rechtsgeschichte an der Universität zu Köln
Deutsche Juristen sind es mittlerweile gewohnt, mit Spannung auf Rechtsentwicklungen in den USA zu blicken. Der kulturelle Einfluss dieser Entwicklungen ist hoch und gelegentlich erhält man den Eindruck, dass die USA auch juristische Entwicklungen in einer Weise prägen, die Europa im Wettbewerb der Rechtsordnungen wie Schüler aussehen lassen. Das ist möglicherweise eine übertriebene Sicht der Dinge. Jedenfalls war es nicht immer so.
Professor Rabban erläuterte, welchen hohen Einfluss die deutsche Rechtswissenschaft im 19. Jahrhundert in den USA hatte, auch weil viele der führenden US-Rechtswissenschaftler in Deutschland studiert hatten. Die deutsche Rechtswissenschaft spielte daher eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer transatlantischen Wende hin zur historischen Analyse des Rechts in den Vereinigten Staaten.
Professor David M. Rabban erwarb einen B.A. an der Wesleyan University sowie einen J.D. an der Stanford Law School im Jahre 1974. Professor Rabban ist ein Experte auf den Gebieten Constitutional Law, Free Speech sowie Higher Education. In Kürze erscheint sein Buch „Law´s History: American Legal Thought and the Transatlantic Turn to History".
DAJV
Deutsch-Amerikanische Juristen Vereinigung e.V.
Alte Bahnhofstraße 10
53173 Bonn
Tel: 0228 - 361376
E-Mail: medienrecht@uni-koeln.de │ www.dajv.de
Amerika Haus e.V. NRW
Telefon: 0221 – 169 26 350 │ Fax: 0221 – 169 26 308
E-Mail: info@amerikahaus-nrw.de │ www.amerikahaus-nrw.de

23.03.2012 () · Leverkusen
Exklusives Business Lunch
Leverkusen: »Aktuelle Handelsbeziehungen zwischen den USA und Deutschland«
Anlässlich des Besuchs von Tom Corbett, 46. Gouverneur von Pennsylvania, in Nordrhein-Westfalen, lud der Amerika Haus e.V. NRW zu einer exklusiven Gesprächsrunde ein.Während eines Business Lunches sprach Gouverneur Corbett mit Mitgliedern des Amerika Haus e.V. NRW und Teilnehmern der mitreisenden Wirtschaftsdelegation über die aktuellen transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen.
Pennsylvania ist der Partner-Staat von NRW.
Wir danken unserem Kooperationspartner

Business Lunch mit Gouverneur Tom Corbett am 23. März 2012 in Leverkusen
24.03.2012 (19:30 - 22:00) · Erftstadt · Gymnasium Erfstadt Lechenich
Veranstaltungshinweis · Konzert
Erftstadt: »The American Way Of Music«
"Gut Klang" Erftstadt - Flötenkonzert: "The American Way Of Music" - Von der Revolution bis zum Jazz.
Orchester gibt es viele: Es gibt Symphonieorchester, Big Bands und Blaskapellen. Doch ein Flötenorchester ist in Deutschland noch immer ungewöhnlich, obwohl es diese in den USA, dem britischen Raum und den Benelux-Ländern häufig gibt. Ein solches ist "Gut Klang" Erftstadt. "Gut Klang" Erftstadt e.V. gehört zu den erfolgreichsten deutschen Flötenorchestern. Der Verein ist beheimatet in Erftstadt-Gymnich. Und als amtierender Deutscher Meister, Preisträger und Kategoriesieger des Deutschen Orchesterwettbewerbs 2008 und Kulturpreisträger Rhein-Erft 2008 zählt "Gut Klang" zu Deutschlands Spitze.
Beim Konzert erlebten die Gäste nicht nur den wunderbaren Klang aus der Kombination von Piccolo bis Bassflöte, verschiedenster Stabspiele wie Marimba-, Xylo- und Vibraphon und verschiedener Rhythmusinstrumente. Sie erlebten auch, wie sich die Musik in den USA entwickelt hat. Das Motto des Konzerts war: "The American Way Of Music" - Von der Revolution bis zum Jazz. Von bekannten traditionellen amerikanischen Stücken wie "Brooklyn Bridge", bis hin zum Jazz wurden die Gäste von "Gut Klang" mitgenommen durch die amerikanische Musikgeschichte.
Das Konzert fand statt in der Aula des Schulzentrum Lechenich.
















