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Termine

14.06.2012

14.06.2012 (10:00 - 11:00) · Köln

Jahresversammlung

Köln: »Jahresversammlung des American International Women's Club of Cologne e.V.«

Am 14. Juni 2012 war Tina Höfinghoff, Direktorin des Amerika Haus e.V. NRW, eingeladen, an der Jahresversammlung des American International Women’s Club of Cologne e.V. teilzunehmen und die Arbeit des Amerika Haus e.V. NRW vorzustellen. Diese Einladung nahm Frau Höfinghoff im Namen des Amerika Haus e.V. NRW gern an, trug in einem kurzen Vortrag die Projekte des Amerika Haus e.V. NRW vor und warb auch um weitere gute Zusammenarbeit.

14.06.2012 (19:00 - 21:30) · Bonn · Haus der Geschichte

Vortrag & Diskussion

Bonn: »Die USA in Aufruhr: Worum es bei der Wahl eigentlich geht«

mit Don Jordan, amerikanischer Journalist und Auslandskorrespondent

Provokant, emotional und lebendig – das erwarteten die zahlreich erschienenen Gäste am Abend des 14. Juni 2012 im Haus der Geschichte in Bonn von Gastredner Don Jordan und der langjährige amerikanische Journalist und Auslandskorrespondent lieferte.

Nach Grußworten von Angelica Maria Kappel, Bürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, Dr. Harald Biermann, Direktor Kommunikation der Stiftung Haus der Geschichte Bonn, Dr. Juliane Kronen, Vorstandsmitglied des Amerika Haus e.V. NRW, sowie Hans-Jürgen Stryk, Präsident des Colloquium Humanum e.V., widmete sich Don Jordan, dem deutschen Publikum besonders bekannt aus dem Internationalen Frühshoppen und durch zahlreiche Auftritte in anderen Talkshows wie zum Beispiel Anne Will, der Frage, worum es bei der diesjährigen amerikanischen Wahl eigentlich geht.

Mit einer Mischung aus Humor, Sarkasmus und erhobenem Zeigefinger erläuterte Don Jordan seine These der USA in Aufruhr. Als Journalist selbst, schäme er sich für die Polarisierung der amerikanischen Medien und deren Parteinahme in Politik und Wahlkampf. Die neuen Regelungen zur Spendenakquise der Präsidentschaftskampagnen seien ein Skandal und die Milliarden-Spenden der republikanischen Rechten in diesem Falle die größte Bedrohung der amerikanischen Demokratie. Den amerikanischen Wählerinnen und Wählern wirft Don Jordan vor, zu kurzfristig und lediglich am individuellen Interesse orientiert zu entscheiden, statt langfristig an das Wohl der Gesellschaft zu denken. Problematisch seien die zunehmende Gefährdung der Mittelschicht und die daraus resultierende Sorge um die Sicherung des Lebensstandards. Pessimistisch stimme in diesem Zusammenhang der Blick auf Gewerkschaften und Versicherungsgesellschaften, deren Effektivität jeweils auf Grund von unglücklichem Management, Korruption und unter dem Eindruck „ideologischer Kampfführung“ geschwächt würden.

Weichenstellend seien die diesjährigen Präsidentschafts- als auch Kongresswahlen somit vor ideologischem Hintergrund – für Don Jordan ein Kampf zwischen einem aufkommenden sozialen Geist versus Raubtierkapitalismus. Konkret werde es in den Wahlen vorrangig um die Schaffung von Arbeitsplätzen gehen. Dabei tendiere die Demokratische Partei zu einem Ausbau staatlicher Regulation, während sich die Republikaner für so wenig staatliche Einmischung wie möglich einsetzen würden. Diesbezüglich bekannte sich Don Jordan zu Präsident Obamas Politik und würdigte sein Wirtschaftsprogramm, das zwar nicht so erfolgreich gewesen sei, wie erhofft, die USA jedoch vor Schlimmeren bewahrt habe. Wahlkampfentscheidend seien demnach die konkurrierenden Politikentwürfe und deren Vermarktung hauptsächlich zu Fragen der Wirtschaftspolitik: Wie kann bei erreichtem Wirtschaftswachstum nun auch die Arbeitslosigkeit gesenkt werden? Und wie kann dem Trend entgegengewirkt werden, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer mehr zunimmt? Die entgegengesetzten Ansichten der beiden Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und Mitt Romney könnten laut Don Jordan unterschiedlicher nicht sein und symbolisierten dadurch den Mangel an Kompromissbereitschaft, welcher den politischen Prozess derzeit lähme.

Mit Blick auf außenpolitische Fragen und die transatlantischen Beziehungen betonte Don Jordan besonders den Beitrag der USA zur Sicherung der globalen Stabilität, wofür die amerikanischen Steuerzahler mit Geld und Blut einstünden und wovon insbesondere auch Deutschland als exportorientierte Volkswirtschaft profitiere. Zu erwarten sei eine fortschreitende außenpolitische Umorientierung der USA weg von Europa und hin zu Asien. Dass diese Entwicklung den Deutschen noch nicht genügend bewusst sei, sieht Don Jordan in einer Provinzialisierung auch der deutschen Medien begründet.

Die transatlantischen Beziehungen weiter zu pflegen, ist demnach wichtiger denn je. Dies war auch das Ergebnis des vertiefenden Gesprächs zwischen Dr. Johannes Bohnen mit Don Jordan im Anschluss an dessen Vortrag: Die deutsch-amerikanische Verflechtung der Wirtschaft gehe weit über ökonomische Verbindungen hinaus, sodass der Erhalt transatlantischer Kooperation instruktiv für beide Seiten des Atlantiks bleibe. Don Jordan wurde nicht müde, seine Ansichten auch in der anschließenden Fragerunde mit dem Publikum zu erläutern und stand ebenso Rede und Antwort während des Empfangs im Anschluss an den Vortrag.

Moderation: Dr. Johannes Bohnen, Bohnen Kallmorgen & Partner, Atlantische Initiative e.V.

Zusammenfassung: Svea Burmester, Amerika Haus e.V. NRW

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In Kooperation mit dem Colloquium Humanum e.V.
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