Veranstaltungskalender

< Mai 2012 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      

Termine

30.05.2012

30.05.2012 (19:00 - 22:00) · Köln · Museum Ludwig

Filmvorführung & Gespräch

Köln: »Menschen am Sonntag - People on Sunday 2010«

Brücken bauen – das war das Motto der Summer School, zu der im Jahr 2010 die ifs internationale filmschule köln Studierende der UCLA, University of California, Los Angeles, nach Köln einlud, um gemeinsam einen Teil deutsch-amerikanischer Filmgeschichte zu erleben und fortzuführen.

Die Ergebnisse waren am 30. Mai 2012 bei der Deutschlandpremiere im Museum Ludwig in Köln zu sehen. Auf Einladung der ifs internationale filmschule köln und des Amerika Haus e.V. NRW kamen nicht nur 200 filmbegeisterte Gäste aus Köln und Umgebung zu der Veranstaltung, auch Schauspielerinnen und Schauspieler, Regisseure, Produzenten und andere Mitwirkende fanden sich ein, darunter als prominentester Gast Professor Barbara Boyle, Chair of the School of Theater, Film & Television an der UCLA und Produzentin von Filmen wie Platoon, Terminator und Instinkt.

Nach Grußworten von Staatssekretär für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen Marc Jan Eumann, als auch Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen, Jeane Freifrau von Oppenheim, Vorstandsvorsitzende des Amerika Haus e.V. NRW, und Simone Stewens, Geschäftsführerin der ifs internationale filmschule köln, gab Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth, ifs, als Initiator des Projekts eine Einführung in die Thematik. So erläuterte er die vier Phasen in der Beziehung deutsch-amerikanischen Filmeschaffens. Durch historische Ereignisse, insbesondere den Zweiten Weltkrieg  geprägt, lasse sich demnach der gegenseitige kulturelle Einfluss erklären. „Menschen am Sonntag“ aus dem Jahr 1930 und demnach eines der letzten Werke aus der Zeit vor dem deutsch-jüdischen Exil in Hollywood sollte nach Prof. Freyermuths Idee die Grundlage eines deutsch-amerikanischen Projektes bilden. Als einer der letzten und gleichsam erfolgreichsten Stummfilme der Kinogeschichte sollte der charakteristische Stil des historischen Vorbildes – eine semidokumentarische Momentaufnahme mit kleinem Budget zu produzieren – neu interpretiert werden.

In deutsch-amerikanischen Teams entwickelten die Studierenden ihre „People on Sunday 2010“ und geben in ihren Kurzfilmen „L+M“, „Transitions“, „Playtime“ und „The Garden“ einen Einblick in deren Leben an einem Sonntag in Köln. Sie erzählen von Liebe und Betrug, Schaffenskrisen und Selbstfindung, Enttäuschungen und Leichtigkeit, Freundschaft und Vertrauen.

Im Gespräch im Anschluss an die Filmpräsentationen begrüßte die Moderatorin Prof. Dr. Lisa Gotto, ifs internationale filmschule köln, Prof. Barbara Boyle und Prof. Dr. Gundolf S. Freyermuth sowie die Regisseure der Filme „Playtime“ und „The Garden“, Lucas Mireles und Nancy Mac Granaky-Quaye. Hierbei wurde von allen Beteiligten nicht nur der künstlerische Wert des gemeinsamen Projekts betont: dass Kreativität nicht vom Budget abhängig ist und welche Spannungen ein semidokumentarischer Stil erzeugen kann. Auch die transatlantische Zusammenarbeit wurde von Dozenten und Studierenden als wertvolle und prägende Erfahrung hervorgehoben: Freundschaft, Vertrauen und Inspiration spielte sich nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera ab. Ein neues Kapitel deutsch-amerikanischer Filmgeschichte hat begonnen.

Zusammenfassung von Svea Burmester, Amerika Haus e.V. NRW

Amerika Haus e.V. NRW
Telefon: 0221 – 169 26 350 │ Fax: 0221 – 169 26 308
E-Mail: info@amerikahaus-nrw.de │ www.amerikahaus-nrw.de
 


In Kooperation mit der ifs internationale filmschule GmbH.

ifs internationale filmschule


Mit freundlicher Unterstützung von FilmInitiativ Köln e. V. und der Stadt Köln.