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23.03.2011 · Aachen · RWTH Aachen

Philipp D. Murphy, US-Botschafter

Town Hall Meeting

»Why the Future Needs a Close German-American Partnership«

mit S.E. dem Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, Philip D. Murphy


In der RWTH Aachen sprach Botschafter Murphy über die Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland. Diese in der Vergangenheit so enge Beziehung wird heute von vielen als nicht mehr selbstverständlich gesehen.

Botschafter Murphy hat dagegen wiederholt deutlich gemacht, dass die beiderseitige Partnerschaft heute wichtiger denn je ist. Deutschland sei zu einem der wichtigsten Partner der USA bei zentralen globalen Herausforderungen geworden. Deshalb setzt er sich dafür ein, diese Bindung in einer Zeit, die von Multipolarität bestimmt ist, unbedingt zu stärken und weiterzuentwickeln. Aktuelle Themen wie Afghanistan, Wirtschafts- und Finanzfragen oder die Klimapolitik zeigen, dass diese Partnerschaft der ständigen Pflege bedarf und im Tagesgeschehen immer wieder erarbeitet werden muss.

In Aachen stellte Botschafter Murphy seine ganz persönliche "Heldenliste" amerikanischer und transatlantischer Geschichte vor, die so verschiedene Persönlichkeiten wie Willy Brandt und John F. Kennedy, aber auch Rosa Parks und Martin Luther King, Jr. beinhaltet. An Ihrem Beispiel - und nicht zuletzt angesichts der jüngsten internationalen Demokratiebewegungen - legte Murphy seinem jungen Publikum den persönlichen Einsatz für gerechte Ziele nahe. Demokratie, so die Botschaft Murphys, werde weiterhin auch auf der Straße und von unten in scheinbar ausweglosen Situationen geschaffen, nicht nur von etablierten Führungseliten. Noch heute seien Entscheidungen der Nachkriegsgeneration prägend für die transatlantische Kooperation zwischen den USA und Deutschland. Ihre Zukunft liege in der Verantwortung der jungen Schülergeneration, die einen großen Teil des Publikums ausmachte.

Das Publikum war herzlich eingeladen, aktiv mit Botschafter Murphy zu diskutieren; es folgte der Einladung mit großem Enthusiasmus für transatlantischen Dialog und kritischen Fragen zu Libyen und Wikileaks oder transatlantischen Differenzen in der Haltung zur Todesstrafe.

Philip D. Murphy ist seit September 2009 amerikanischer Botschafter in der Bundesrepublik und nimmt mit seiner ganzen Familie bewußt am Leben im vereinten Deutschland teil. Deutschland kennt Murphy gut, denn er leitete unter anderem von 1993 bis 1997 in Frankfurt die Deutschland-Zentrale der Investmentbank Goldman Sachs. In 23 Jahren bei Goldman Sachs hatte Murphy viele hochrangige Positionen inne und wurde 2003 schließlich zum Senior Director der Bank ernannt. 2006 wechselte er in die Politik und wurde Bundesvorsitzender für die Finanzangelegenheiten des Nationalen Ausschusses der Demokratischen Partei. Parallel zu seiner Karriere hat Philip D. Murphy sich immer auch ganz besonders für gesellschaftliche, kommunale und gemeinnützige Zwecke engagiert.


Presseartikel:
Aachener Nachrichten: "Ein Schwur auf die Freundschaft" (24.03.2011)
Aachener Zeitung: "Viele Dinge, die verbinden. Wenige, die trennen." (24.03.2011)
Aachener Zeitung: "Die Partnerschaft ist hervorragend. Daran ändert sich nichts." (25.03.2011)

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