09.01.2008 · Köln · Mediapark
Lesung & Diskussion
"Rätsel Amerika - Warum Amerikaner ganz anders sind"
Dem Kölner Autor und Philosophen Dr. Werner Peters gelingt mit seinem Buch „Rätsel Amerika - warum Amerikaner ganz anders sind" eine ungewöhnliche, aus historischen Quellen und aktuellen Entwicklungen gespeiste Perspektive, aus der er die Gemüts- und Geisteslage der immer noch jungen Nation Amerika beschreibt: Es ist die Sicht eines vielseitig gebildeten Weltbürgers, der durch lange Studien- und Arbeitsaufenthalte die USA kennt.
„Hören Sie nicht hin!" riet er denjenigen Gästen bei der Lesung im Kölner Mediapark, die ihre Vorurteile über Amerika auch zukünftig pflegen wollen. Denn Peters hatte anderes aus den USA zu berichten als das, was der Durchschnittseuropäer vorurteilsbeladen mit Amerika verbindet, nämlich soziale Kälte, Oberflächlichkeit, Hegemoniestreben und moralischen Fundamentalismus.
„Warum verfallen wir bei Amerika stets in diesen geradezu Pawlow´schen Reflex der Ablehnung und Vorverurteilung?", fragte Autor Peters und forderte die gleiche „unbefangene ethnologische Neugier" ein, wie wir sie zum Beispiel dem Fernen Osten oder Lateinamerika zugestehen. Mit seinen Fragen kehrte Peters das klassische Veranstaltungsmuster um und forderte das Publikum mit seinen Fragen heraus. Die Gäste nahmen das Angebot zur Diskussion dankbar an und debattierten lebhaft.
Werner Peters ist seit Jahrzehnten mit der amerikanischen Politik vertraut: Als erster deutscher Teilnehmer des Austauschprogramms mit dem US-amerikanischen Kongress arbeitete er 1968/69 mit dem späteren US-Vizepräsidenten Dick Cheney zusammen. Seit damals hat er den Kontakt zur politischen Szene der USA gehalten und die Erfahrungen in seine Tätigkeit als Politikberater in Deutschland einfließen lassen.

