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01.10.2011 · Oberhausen · Kaisergarten & Gasometer

Business Luncheon

Welt-Uraufführung & exklusives Künstlergespräch mit dem Komponisten

Welt-Uraufführung: Robert Moran: »Buddha Goes to Bayreuth«


Mit Robert Moran, amerikanischer Komponist.

Moderation: Michael Schwalb, Musikredakteur WDR 3.

Der Amerika Haus e.V. NRW hat im Rahmen der Ruhrtriennale 2011 ausgewählte Mitglieder zu einem ganz besonderen Konzertabend nach Oberhausen eingeladen. Während eines exklusiven Künstlergesprächs mit Robert Moran sprach der Komponist bei einem kleinen Empfang mit dem WDR 3 Moderator Michael Schwalb über sein neuestes Werk „Buddha Goes to Bayreuth“ und seine transatlantische musikalische Betrachtungen.

Robert Moran

Robert Moran gab in lockerer und persönlicher Atmosphäre Einblick in seinen Werdegang. In Denver 1937 geboren, nahm er in den 50er Jahren bei Hans Erich Apostel in Wien Privatunterricht und verbrachte als DAAD Stipendiat erstmals eine längere Zeit in Deutschland. Mit seiner Oper Metamenagerie erregte er in Deutschland erstmals Mitte der siebziger Jahre Aufsehen in Berlin.

Mit der Auftragskomposition für die diesjährige Ruhrtriennale „Buddha Goes to Bayreuth“ wählte Robert Moran, Weggefährte von John Cage, die Mittel seiner Komposition neu. Als Grundtempo wählte er aus dem ersten Akt Wagners Parsifal die Stelle "zum Raum wird hier die Zeit". Moran bezieht sich damit explizit auf Richard Wagners Idee, die Wurzeln des Christentums im Buddhismus zu verorten. In Parsifal sah Wagner die beiden Religionen Buddhismus und Christentum miteinander vereint.

Zur Rolle John Cages in seinem Werk sagte Moran, dass er für bestimmte kompositorische Parameter ein Zufallsverfahren hinzugezogen habe, das ihm einst John Cage in den 60er Jahren gezeigt habe: "Ich benutzte ein Exemplar des I Ging, das mir John Cage 1964 gegeben hatte, und wählte damit 64 Lieblingsakkorde aus den Akten I und III des Parsifal aus. Ich warf Münzen, um die Reihenfolge dieser Akkorde festzulegen, die entweder den beiden Chören und/oder den beiden Streicherensemble zugeorndet werden. Weitere unbestimmte Parameter folgten als nächstes: Die Register, die Lautstärke, Klangfarben und so weiter." (aus: Programmheft, Buddha Goes to Beyreuth, Kultur Ruhr GmbH). Morans Empfehlung für die anschließende Uraufführung: "Schließen Sie die Augen und folgen Sie den Tönen, wie sie sich 20 Sekunden im überakustischen Raumklang des Gasometers entfalten".

John Cage, einer der bedeutendsten amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, hat in seiner Musik den bisher gültigen Werkbegriff auf seine fröhlich lachende Art als hinfällig überführt und damit das Selbstverständnis abendländischer Kompositionsweise revolutioniert.

Robert Moran im Gespräch
Im Anschluss an das Künstlergespräch lud der Amerika Haus e.V. NRW ein zur ausverkauften Welt-Uraufführung im Gasometer Oberhausen. Der Abend mit zwei Stücken von John Cage und der Uraufführung von Rober Moran beinhaltete „Song Books” und „Ryoanji for any 20 instruments” von John Cage in einer Realisation für Sopran Solo und 20 Streicher, sowie die „Buddha Goes to Bayreuth” für zwei Chöre und zwei Streichorchester von Robert Moran.

Sopran: Julia Mihály
Chor: ChorWerk Ruhr
Ensemble: Ensemble Resonanz
Musikalische Leitung: Rupert Huber

Weitere Informationen zum Konzertteil auf der Ruhrtriennale-Programmwebseite.

Wir danken ChorWerk Ruhr für die gute Zusammenarbeit.

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ChorWerk Ruhr ist ein Projekt der Ruhrtriennale GmbH.

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