01.09.2011 · Köln · CMS Hasche Sigle · Kranhaus
Roundtable & Diskussion
Besuch der Bundeskanzler-Stipendiaten
Im Rahmen des Bundeskanzler-Stipendienprogramms für künftige Führungskräfte empfing der Amerika Haus e.V. NRW in Zusammenarbeit mit der Alexander von Humboldt-Stiftung insgesamt 30 Stipendiaten aus den USA, China und Russland zu einem Roundtable-Gespräch in die Anwaltskanzlei CMS Hasche Sigle, um über das Thema "USA-China-Russland: Drei Mächte an einem Wendepunkt?" zu diskutieren.
Die Stipendiaten haben in ihrem Werdegang in besonderem Maße Führungspotential bewiesen und repräsentieren ein breites Spektrum an Fächern und Berufsbildern. Unter den Gästen waren unter anderem Repräsentanten der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, der Alexander von Humboldt Stiftung und der Russischen Gesellschaft NRW e.V.
Das Bundeskanzler-Stipendienprogramm steht unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin und wurde im Jahr 1990 zur Förderung der transatlantischen Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA ins Leben gerufen. Seitdem wurde es ausgeweitet auf die Länder Russland und China und wird durch das Auswärtige Amt finanziell gefördert.
Ausgangspunkt der Diskussion war die Frage, ob die drei Mächte USA, China und Russland derzeit nicht alle an einem Schneidepunkt stehen und sich damit der Herausforderung gegenüber sehen, ihre globale Rolle zu überdenken. Schnell wurde klar, dass diese recht umfassende Frage nicht zu beantworten ist, ohne die jeweilige Kultur und Traditionen und die unterschiedliche Herangehensweise in politischen und wirtschaftlichen Aspekten zu berücksichtigen. Alle Länder sehen sich derzeit besonders einer großen Herausforderung gegenüber: die wirtschaftliche Lage zu verbessern und somit die gesamte ökonomische und politische Situation ihres Landes zu stabilisieren. Eine übereinstimmende Meinung der Stipendiaten ließ sich deshalb relativ schnell finden: nach ihrer Ansicht sind alle drei Länder, die heute eine entscheidende Rolle in der internationalen Wirtschaft tragen, an dem Punkt angelangt, an dem eine enge Kooperation zwischen Amerika, China und Russland unverzichtbar ist.
Über die politischen Aspekte hinaus müsse zukünftig zudem viel mehr die wirtschaftliche Entwicklung in den Vordergrund gestellt werden. Nur so könne man die schnell wachsende Ressourcen-Krise verhindern und auf die damit verbundenen Fragen im Bereich Klima und Umwelt schnellstmöglich reagieren und dies auch entsprechend transparent nach außen kommunizieren.
Kommunikation war damit das Stichwort, mit dem das Gespräch abgeschlossen wurde. Nur wenn man ein klares Verständnis dafür entwickelt, so die Stipendiaten, welche Einflüsse es seitens der Kultur oder Tradition oder der wirtschaftlichen oder politischen Situation auf die Gesamtlage eines Landes gibt, kann man eine komplette Transparenz in der amerikanisch-chinesisch-russischen Beziehung gewährleisten. Eine Kommunikation auf Augenhöhe ist somit die beste Voraussetzung für den Erfolg solch einer engen Zusammenarbeit.




